Preisgekrönt mit stolzem Preis

Von Frank Wald

„Goldenes Lenkrad“, „World Car of the Year“, Red Dot Award „Best of the Best“ – kaum ein Auto hat in seinem ersten vollen Verkaufsjahr so viele Auszeichnungen eingefahren wie der Kia EV3. Nicht ganz unverdient, wie wir nach zwei Wochen Alltag mit dem stattlich gezeichneten Crossover-Stromer bestätigen können. Was nervt, sind nach wie vor die „Piep-Show“ der Fahrassistenten und die hohen Anschaffungspreise. Erstere lassen sich zumindest teilweise mit einfachen Handgriffen reduzieren, letztere nur, wenn man sich für die neue E-Auto-Stütze beim Haushaltseinkommen nackig macht.

Designobjekt und Gebrauchsauto

Zuvor lohnt ein Blick auf das, was der EV3 im Alltag leistet. Und hier zeigt sich, dass Kia den Crossover-Stromer nicht (nur) als Designobjekt, sondern als Gebrauchsauto konzipiert hat. Die hohe, monolithische Karosserie vermittelt SUV-Gefühl, ohne dass der Wagen optisch als schwerer Brocken auftritt. Die vertikalen LED-Leuchten an der Front und die geometrische Heckgrafik mit der markanten Lichtsignatur sorgen für einen hohen Wiedererkennungswert. Trotz der kantigen Linien bleibt die Aerodynamik auf einem guten Niveau, was sich bei höherem Tempo positiv auf Geräuschkomfort und Verbrauch auswirkt. Die GT-Line unterstreicht den Auftritt mit 19-Zoll-Felgen, schwarzen Akzenten und einer sportlicher gezeichneten Front- und Heckschürze.

Die erhöhte Sitzposition vermittelt gute Übersicht, die Abmessungen bleiben handlich. Mit 4,30 Metern Länge und 1,85 Metern Breite liegt der EV3 in einem sehr alltagstauglichen Format. Der in dieser Klasse eher üppige Radstand von 2,68 Metern zahlt auf das Raumgefühl ein. Vorn sitzen Fahrer und Beifahrer luftig, auch groß gewachsene Personen finden ordentlich Kopf- und Beinfreiheit. Auch im Fond reisen zwei Erwachsene komfortabel, bei drei Passagieren gibt’s Gemaule aus dem Rückraum, weil es an Breite fehlt.

Der Kofferraum fasst 460 Liter und lässt sich durch Umklappen der Rückbank auf bis zu 1251 Liter erweitern. Für Urlaubsfahrten reicht das problemlos, unter dem Ladeboden gibt es weiteren Stauraum. Praktisch ist auch der 25 Liter große Frunk unter der Fronthaube, der Ladekabel und Kleinteile aufnimmt. Weniger gelungen bleibt die hohe Ladekante, die beim Einladen schwerer Gepäckstücke oder Getränkekisten Kraft erfordert.

Licht und Schatten zeigt der EV3 auch, wenn es um noch größere Transporte geht. Eine Dachreling ist serienmäßig, aufs Dach dürfen bis zu 80 Kilogramm. Die optionale Anhängerkupplung bietet 100 Kilogramm Stützlast, was für einen Fahrradträger mit zwei E-Bikes ausreicht. Dagegen setzt die Anhängelast von maximal 1000 Kilogramm dem Einsatz als Zugfahrzeug Grenzen.

Sportliche Details und sachliche Klarheit

Im Innenraum der GT-Line findet sich eine Mischung aus sportlichen Details und sachlicher Klarheit. Dunkle Materialien, Kontrastnähte und ein griffiges Sportlenkrad schaffen eine dezente Dynamik, ohne den nüchternen Grundcharakter zu verwässern. Die Verarbeitung wirkt durchweg solide, die Materialanmutung hochwertig. Recycelte Werkstoffe sind in größerem Umfang verbaut, fallen als Teil des Gesamtkonzepts aber weder optisch noch haptisch negativ auf.

Panoramadisplay als zentrales Element

Zentrales Element ist das breite Panoramadisplay, das digitales Kombiinstrument, Infotainment-Multimedia und ein separates Touchfeld für die Klimatisierung kombiniert. Diese Dreiteilung erweist sich als echter Vorteil. Temperatur, Lüftung und Sitzheizung lassen sich schnell anpassen, ohne aufwändig durch Menüs klicken zu müssen. Ergänzt wird das System durch echte Tasten am Lenkrad und unterhalb des zentralen Displays. Fahrmodi, Tempomat, Medien und Navigation lassen sich so direkt anwählen – ein Detail, das im täglichen Verkehr spürbar zur Entlastung beiträgt.

Das vielfach kritisierte Warngebimmel der Assistenzsysteme ist auch im EV3 präsent, lässt sich aber mit wenigen Handgriffen reduzieren. Ein, zwei Tastendrücke im Lenkrad und Menü genügen, um das akustische Dauerfeuer zu entschärfen – auch wenn die Prozedur bei jedem Start wiederholt werden muss. Die Sprachsteuerung reagiert mal zügig, mal zögerlich, kann als zusätzliches Hilfsmittel aber auch ignoriert werden.

Sorgfältig abgestimmtes Fahrwerk

Im Fahrbetrieb zeigt sich, dass Kia dem EV3 ein sorgfältig abgestimmtes Fahrwerk spendiert hat. Vorn arbeitet eine MacPherson-Achse, hinten eine Mehrlenkerkonstruktion. Adaptive Dämpfer gibt es nicht, dennoch gelingt ein überzeugender Kompromiss aus Komfort und Stabilität. Schlaglöcher, Querfugen und Temposchwellen filtert der EV3 souverän heraus, ohne anschließend nachzuwippen. Gerade auf schlechten Stadtstraßen fährt er angenehm gelassen, ohne weich oder schwammig zu wirken.

Auf der Landstraße bleibt der EV3 neutral und gut kontrollierbar. Die Lenkung ist direkt genug, um präzise Kurvenlinien zu ermöglichen oder nervös zu erscheinen. In zügig gefahrenen Kurven könnte der Aufbau etwas ruhiger liegen, doch das Gesamtbild bleibt stimmig. Die Bremsen sprechen zuverlässig an, das ESP greift sanft ein, lässt ein leichtes Mitlenken des Hecks zu, bevor es die Geschwindigkeit reduziert. Auch plötzliche Ausweichmanöver meistert der EV3 souverän.

Sportliche Details und sachliche Klarheit

Im Innenraum der GT-Line findet sich eine Mischung aus sportlichen Details und sachlicher Klarheit. Dunkle Materialien, Kontrastnähte und ein griffiges Sportlenkrad schaffen eine dezente Dynamik, ohne den nüchternen Grundcharakter zu verwässern. Die Verarbeitung wirkt durchweg solide, die Materialanmutung hochwertig. Recycelte Werkstoffe sind in größerem Umfang verbaut, fallen als Teil des Gesamtkonzepts aber weder optisch noch haptisch negativ auf.

Panoramadisplay als zentrales Element

Zentrales Element ist das breite Panoramadisplay, das digitales Kombiinstrument, Infotainment-Multimedia und ein separates Touchfeld für die Klimatisierung kombiniert. Diese Dreiteilung erweist sich als echter Vorteil. Temperatur, Lüftung und Sitzheizung lassen sich schnell anpassen, ohne aufwändig durch Menüs klicken zu müssen. Ergänzt wird das System durch echte Tasten am Lenkrad und unterhalb des zentralen Displays. Fahrmodi, Tempomat, Medien und Navigation lassen sich so direkt anwählen – ein Detail, das im täglichen Verkehr spürbar zur Entlastung beiträgt.

Das vielfach kritisierte Warngebimmel der Assistenzsysteme ist auch im EV3 präsent, lässt sich aber mit wenigen Handgriffen reduzieren. Ein, zwei Tastendrücke im Lenkrad und Menü genügen, um das akustische Dauerfeuer zu entschärfen – auch wenn die Prozedur bei jedem Start wiederholt werden muss. Die Sprachsteuerung reagiert mal zügig, mal zögerlich, kann als zusätzliches Hilfsmittel aber auch ignoriert werden.

Sorgfältig abgestimmtes Fahrwerk

Im Fahrbetrieb zeigt sich, dass Kia dem EV3 ein sorgfältig abgestimmtes Fahrwerk spendiert hat. Vorn arbeitet eine MacPherson-Achse, hinten eine Mehrlenkerkonstruktion. Adaptive Dämpfer gibt es nicht, dennoch gelingt ein überzeugender Kompromiss aus Komfort und Stabilität. Schlaglöcher, Querfugen und Temposchwellen filtert der EV3 souverän heraus, ohne anschließend nachzuwippen. Gerade auf schlechten Stadtstraßen fährt er angenehm gelassen, ohne weich oder schwammig zu wirken.

Auf der Landstraße bleibt der EV3 neutral und gut kontrollierbar. Die Lenkung ist direkt genug, um präzise Kurvenlinien zu ermöglichen oder nervös zu erscheinen. In zügig gefahrenen Kurven könnte der Aufbau etwas ruhiger liegen, doch das Gesamtbild bleibt stimmig. Die Bremsen sprechen zuverlässig an, das ESP greift sanft ein, lässt ein leichtes Mitlenken des Hecks zu, bevor es die Geschwindigkeit reduziert. Auch plötzliche Ausweichmanöver meistert der EV3 souverän.