Donald kommt

Von Rudi Mentär

Entenhausen kennt jeder. Das liegt irgendwo tief im Westen, dort, wo die Bauern die dicksten Kartoffeln haben und gern Distanz halten zu hauptstädtischer Zivilisation. Kaum zu glauben, dass hier jemand ernsthaft versucht, dem Appell aus der Kapitole zu folgen, erneuerbare Energien zu nutzen. Und dann findet sich tatsächlich einer und baut seinen uralten Benziner auf Solarstrom um. Klar, dass es sich dabei nur um den allseits bekannten und verlachten Pechvogel und Tölpel handeln kann, den wir alle als Donald kennen.

Ausgerechnet ein anderer Donald verdirbt ihm die Genugtuung, wenigstens einmal etwas richtig umgesetzt zu haben. Bürger von Entenhausen rätseln übrigens bis heute, ob der Donald in der Hauptstadt nach dem Vater von Tick, Trick und Track benannt worden ist. Der Duck Donald wurde 1934 geboren, der andere 1946. Es ist also nicht ausgeschlossen und auch nicht unmöglich. Schließlich war Donald Duck schon zwölf Jahren als Trottel vom Lande im Showbusiness aktiv, als in New York der längere Donald das Licht dieser Welt erblickte.

Wie auch immer. Donald ist mal wieder reingefallen. Kaum hat er seinen Verbrenner aus dem fossilen Zeitalter in die erneuerbare Zukunft geholt, verkündet der Donald in der Hauptstadt die nächste Verkehrswende. Benzin ist beautiful! Donald hat mal wieder alles falsch gemacht. Doch der Welt bleibt das Lachen im Halse stecken.